KONZEPT

Der Kunstraum m3 ist ein etablierter Ausstellungsort in Berlin Alt-Treptow und präsentiert regelmäßig zeitgenössische künstlerische Positionen. Künstler*innen der Mengerzeile nutzen den Raum, um ihre Werke zu verschiedenen Themenfeldern zu präsentieren. Im Rahmen der jährlichen Gruppenausstellung und der offenen Ateliers, geben sie Einblicke in ihr aktuelles Schaffen. Durch Ausstellungen und Events fördert die m3 zudem einen lebendigen Austausch mit Kunstschaffenden von außerhalb.

Die Räumlichkeiten der m3 können für Workshops und Ausstellungsvorhaben angemietet werden. (VERMIETUNGEN)

Der Kunstraum m3 ging hervor aus der Kunsthalle m3, die eng mit der bewegten Geschichte des Hauses verknüpft ist. (HISTORISCHES)

Im Jahr 2024 wird das Thema "Resilienz – Wie reagieren wir auf herausfordernde Zeiten?" den Kunstraum m3 konzeptuell ausrichten, um eine Plattform für unterschiedliche Positionen zu bieten und eine vielfältige Auseinandersetzung sowie multiperspektivische Reflexion zu fördern. Unser Programm ist interdisziplinär angelegt und umfasst nicht nur zeitgenössische bildende künstlerische Positionen, sondern stellt auch Bezüge zur literarischen, darstellenden, musikalischen, kulinarischen und filmischen Kunst her.

Du hast Projektideen zum Thema Resilienz? Bewirb dich damit bei uns: m3@atelierhaus-mengerzeile.de.

RESILIENZ:


Das heutige Atelierhaus Mengerzeile hat, wie ganz Berlin, in seiner Geschichte extreme Transformationen durchlebt. Seine Geschichte als Ort des Kunstschaffens begann 1993 mitten in einer Brache direkt am alten Mauerstreifen. Damals gab es reichlich Platz, der mit Leben, Utopien und künstlerischem sowie kulturellem Schaffen gefüllt wurde. Die m3 entwickelte sich aus dem Bestreben dieser Kunstschaffenden, ihre Arbeit zu teilen und andere Künstler*innen auszustellen. Damals bespielte die m3 noch eine großzügige Kunsthalle. Nun sind 30 Jahre vergangen. An vielen Orten in Berlin musste das künstlerische Schaffen dem ökonomischen Druck weichen. Der Kulturstandort Mengerzeile konnte, dank harter Verhandlungen der Künstler*innen mit der Stadt und dem neuen Eigentümer, erhalten bleiben. Es wurde eine Einigung erzielt, bei der die Atelierplätze langfristig zu kostengünstigen Mieten gesichert wurden. Auch wenn die m3 in einen Raum im Haupthau umgezogen ist und das Gelände rund um das Atelierhaus von Mikroapartments und Eigentumswohnungen durchzogen ist, blieb in der Mengerzeile Raum zum künstlerischen Arbeiten erhalten. Das Haus der Kunst hat sich als resilient erwiesen und führt seine kulturelle Wertschöpfung fort.

Der Kunstraum m3 lädt nun verschiedene künstlerische und kulturelle Positionen ein, sich mit dem Thema "Resilienz" auseinanderzusetzen. Resilienz betrifft Individuen genauso wie Organisationen oder Gesellschaften, die sich besonders durch ihre Fähigkeiten zur Anpassung und Umgestaltung auszeichnen. Wie wird sich Resilienz beispielsweise im Kontext zukünftiger Bedrohungen wie dem Klimawandel zeigen? Sind wir als Künstler*innen besonders gefordert, resilient zu sein? Welche kreativen Möglichkeiten verbergen sich im Umgang mit Belastungen? Dabei geht es einerseits um die Resilienz der Psyche und andererseits um die Anpassungsfähigkeit von Menschen unter schwierigen Bedingungen.